Ein Biaxialgelege (auch bekannt als biaxiales Vlies oder biaxiales Gewebe) ist ein textiles Flächengebilde, das in der Herstellung von Faserverbundwerkstoffen für hohe Festigkeit und Belastung verwendet wird.
Definition und Aufbau
Der Begriff "biaxial" bedeutet "zweiachsig". Ein Biaxialgelege besteht aus zwei Lagen paralleler Endlosfasern, die in einem definierten Winkel zueinander angeordnet sind, typischerweise ±45° oder 0°/90°. Diese Lagen werden nicht miteinander verflochten (wie bei gewebten Textilien), sondern durch einen leichten Nähfaden oder ein Bindemittel fixiert
Die Fasern liegen dabei ungestaucht vor, wodurch ihre mechanischen Eigenschaften optimal erhalten bleiben und eine gleichmäßige Lastverteilung im fertigen Verbundbauteil gewährleistet wird.
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Ein Gelege ist eine textile Flächenstruktur, die aus mehreren Lagen parallel angeordneter Faserrovings besteht. Die einzelnen Lagen unterscheiden sich in der Faserorientierung. So gibt es einlagige 0°-Gelege, zweilagige "biaxiale" Gelege mit Faserausrichtung 0°/90° oder ±45° und mehrlagige "multiaxiale" Gelege. Die Lagen sind zunächst nicht untereinander verbunden. Zur besseren Handhabung werden sie allerdings mittels Haltefäden miteinander verwirkt. Im Gegensatz zu Geweben sind Gelege wesentlich besser drapierbar und haben im Verbund bessere mechanische Eigenschaften, da die Fasern in gestreckter Form vorliegen. | | Grammatur: 600 g/m² | | Lagen: zwei unidirektionale Lagen im Winkel ±45° | | Breite: 12,7cm | | besonders geschmeidig und leicht in der Handhabung - lässt sich gut um Ecken und Rundungen legen
| | schneller Zuschnitt - ideal für kleine Teile, Reparaturen oder Verstärkungen
| | leicht zu konfektionieren | | sehr geringe Fadenumlenkung, die Eigenschaften der Faser werden besser als bei Geweben ausgenutzt
| | mittels Biaxialgelege lassen sich Torsionslagen ohne Verschnitt einlaminieren |
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| Eigenschaften |
| | Wickeln | | lokale Laminatverstärkung | | Verbindung und Reparatur von GFK- und CFK-Teilen | | Bodensanierung und Rissüberbrückung in bspw. Garagen
| | Verstärkung und Lecksanierung von Röhren | | Rumpfnahtband | | Boots-, Behälter-, Tank- und Sportgerätebau
Hohe mechanische Festigkeit: Aufgrund der ungestauchten, parallel ausgerichteten Fasern bieten Biaxialgelege im Vergleich zu herkömmlichen Geweben eine überlegene Festigkeit und Steifigkeit in den beiden Hauptbelastungsrichtungen Ausgezeichnete Tränkungseigenschaften: Die offene Struktur ermöglicht ein schnelles und vollständiges Durchdringen mit Harz (z.B. Epoxid-, Polyester- oder Vinylesterharz). Gute Drapierbarkeit: Insbesondere Gelege mit ±45°-Orientierung lassen sich gut an komplex geformte Oberflächen anformen. Effiziente Fertigung: Da mehrere Faserorientierungen in einer einzigen Lage kombiniert werden können, sind oft weniger Lagen erforderlich, was den Laminier Prozess beschleunigt und Arbeitskosten spart. Anwendungsgebiete Biaxialgelege finden breite Anwendung in Branchen, die leichte, aber hochfeste Materialien benötigen: - Boots- und Schiffbau: Ein bevorzugtes Material für den Bau von Rümpfen, Decks und Stringern.
- Automobil- und Luftfahrtindustrie: Für Strukturbauteile und Verkleidungen.
- Sportartikel: Herstellung von hochwertigen Sportgeräten.
- Bauwesen: Für Verstärkungen und Reparaturen.
Je nach Anforderungsprofil werden Gelege aus verschiedenen Fasern wie Glasfaser, Kohlefaser (Carbon) oder Naturfasern (wie Leinen) hergestellt. Materialien und Zubehör für Faserverbundanwendungen sind bei uns erhältlich-
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